Küstenlandschaft

Protea Banks

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Tauchbasis

Die Tauchbasis liegt im Hafen von Shelly Beach. Die gut geführte Tauchbasis steht unter deutscher Leitung. Neben täglichen Tauchausfahrten werden auch Tauchkurse nach PADI und SSI Standards von Open Water bis hin zum Tauchlehrer angeboten. In der Tauchbasis gibt es Leihausrüstung und Nitrox wird ebenfalls angeboten. Die Basis verfügt über mehrere eigene gut ausgestattete Tauchboote.

Tauchbetrieb

Alle Taucher treffen sich täglich um 07:00 Uhr (im Sommer) oder um 08:00 Uhr (im Winter) in dem offenen Tauchshop. Nach dem erledigen der Formalitäten wird die Tauchausrüstung aufgebaut und ein ausführliches Briefing findet statt. Es werden Ausfahrten mit ein oder 2 Tauchgängen angeboten. Bei den Ausfahrten ist zu beachten, dass es mit den Schlauchbooten erst einmal durch die hohe Dünung geht und man sich gut festhalten muss. Von den Tauchern wird erwartet das sie helfen die Boote ins Wasser zu lassen und einigermassen fit sind um schnell aufs Boot zu kommen. Neben den Tauchgängen an den Protea Banks werden hier auch sogenannte "Baited Dives" angeboten. Hier werden Haie angefüttert, der Behälter mit den Fischresten wird an einer Boge befestigt die mit der Strömung treibt und die Taucher folgen dieser in ca. 10 Meter Tiefe. Bei diesen Tauchgängen werden überwiegend Hochseeschwarzspitzen Haie gesehen, häufig kommen auch Bullenhaie und zu bestimmten Jahreszeiten auch Tigerhaie.

Tauchgebiete

Protea Banks liegt 7.5km in gerader Linie von Shelly Beach und man hat dort fast immer Strömung. Das Riff, eine versteinerte Sandbank, erhebt sich aus einer Tiefe von 60m und liegt zwischen 27m und 40m Tiefe. Protea Banks ist 6km lang und etwa 800m breit. Protea Banks ist ein Hotspot für Haie, weil das Riff selbst ein bekannter Lebensraum der Thunfischfamilien ist. Das erklärt, warum so viele Haiarten, allen voran der Bullenhai fast ganzjährig zu Hause sind. Bogenstirn-Hammerheads trifft man von Mitte Oktober bis Mitte Januar in Hunderten und sogar Tausenden an Protea Banks. Danach, bis etwa Ende März, trifft man Hammerheads in kleineren, besser abschätzbaren Gruppen. Man sieht deutlich, dass diese Tiere gereinigt werden, denn überall sieht man Hautfetzen im Wasser treiben. Dies wiederum lockt viele Seevögel an. Great Hammerheads sieht man öfters, aber eher unregelmässig über das Jahr verteilt. Diese Haie sind besonders gross und auffällig.

Im Sommer (Nov - Mai) kann man auf dem 40m tiefen Sandplatz, der Sandshark Gully geannnat wird, Anzahlen von Giant Guitar Sharks sehen, die wie Flugzeuge auf dem Flugplatz geparkt sind. 30 - 60 Stück sind nicht ungewöhnlich.

Anfang Mai sieht man Sandtiger, die auch Raggies genannt werden. Raggies halten sich immer in und um die Höhlen an der Nordseite auf. Dort sind sie vor anderen Haien geschützt, denn das ist eine der wenigen Haiarten, die in einer Position stehen bleiben können, ohne sich dauernd bewegen zu müssen. Sandtiger kommen auch in grosser Anzahl vor. Selten gibt es ein Jahr, in dem nicht mehrere hundert Exemplare an einem Tauchgang sehen. Diese Anzahl schwankt dann von Mai bis Dezember je nach Wind und Wellen. Wenn das Meer rauh ist, werden die Höhlen von der riesigen Wassermasse so richtig ausgespült, was dazu führt, dass die Mehrzahl der Sandtiger in tiefer gelegene Schutz- und Ruheorte abwandert. Sobald das Meer sich dann wieder beruhigt, kommen sie zurück.

Ganz oben auf der Liste steht natürlich der majestätische Tigerhai. Dieser Hai zieht Taucher aus der ganzen Welt nach Protea Banks an. Während der Tigerhai-Saison sind Begegnungen - oft hautnah - so gut wie sicher. Der Tiger, einer der am meisten missverstandenen Haiarten, bringt grundsätzlich Ruhe und Gelassenheit in den Tauchgang. Er sorgt für spektakuläre Erlebnisse der Taucher und trotzdem stellt er absolut keine Gefahr dar.

Neben den oben genannten Hauptdarstellern von Protea Banks, gibt es eine Reihe anderer hochinteressanter Begegnungen. Vom Schwarsspitzen Hochsee Hai über Fuchshai, Walhai, Weisser Hai, Mako, Blauhai, Sandbar und Milky Hai zum Dusky = Düsterer Hai wie man ihn auf Deutsch nennt. Und ausser Haien gibts Baracudas, Delfine, Mantas, Stachelrochen, Zackenbarsche etc. Nicht zu vergessen, die Buckelwale die von Juni bis November in so grossen Zahlen hier sind, dass man manchmal beim Bootfahren aufpassen muss, um nicht einen Wal anzufahren.

Sardine Run

Der alljährliche Sardine Run von Mitte Juni bis Mitte Juli ist ein einzigartiges Phänomen, das nur in Südafrika vorkommt. Zu dieser Zeit wird die Tauchbasis nach Coffee Bay verlegt. Hier sammeln sich Millionen von Sardinen im kalten Kap-Gewässer und schwimmen gemeinsam entlang der Wild Coast in das wärmere Wasser von Kwazulu/Natal. Dort wird gelaicht und anschliessend geht die Reise mit Hilfe der Agulhas Strömung wieder nach Hause. Damit die Art eine Überlebenschance in der Natur hat, müssen die Sardinen in gewaltigen Massen schwimmen. Ihre Feinde lauern an allen "Ecken" des Spiessrutenlaufes. Von oben und unten, von links und rechts, von hinten und vorne. Für Taucher und Schnorchler ist dies ein unbeschreibliches Naturereignis.

Details

Strukturierte Fakten

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stalt_regions Südafrika & Mosambik
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