Tauchen in Polynesien
Aber nicht alle Tauchplätze sind gleich spektakulär. Um für sich das beste Tauchen in Polynesien zu finden, muss man die verschiedenen Regionen und Archipele unterscheiden. Zu den besten Tauchplätzen gehören die Atolle im Tuamotu-Archipel. Aber auch Inseln wie Moorea oder Bora Bora, die zum Archipel der Gesellschaftsinseln gehören, haben ihren Reiz. Die polynesischen Gewässer zählen zu den saubersten der Welt. Sichtweiten über 50 m sind keine Seltenheit.
In Französisch Polynesien gilt eine maximale Tauchtiefe von 29 Metern für Taucher mit CMAS 1 Stern, sowie PADI Open Water und Advanced Open Water Taucher. Ab PADI Rescue Diver und CMAS 2 Stern Zertifikat dürfen Taucher bis maximal 49 Meter Tiefe tauchen gehen. Höhere Ausbildungsstufen erlauben eine Tauchtiefe bis 60m.
Gesellschaftsinseln
Die 13 Inseln des Gesellschaft Archipels sind vulkanischen Ursprungs. Tahiti, Moorea und Bora Bora sind wohl die bekanntesten Inseln Polynesiens. Die Tauchplätze hier sind fast alle für Anfänger geeignet und liegen am Außenriff. Strömung ist hier eher selten und die Sichtweiten meist gut.Moorea ist unserer Meinung nach der ideale Ausgangspunkt für eine Reise nach Polynesien.
Hier kann man Schwarzspitzenhaie und Grauhaie am Außenriff beobachten. Am Tauchplatz „Tiki“ gibt es eine Putzerstation für Grauhaie, hier kann man beobachten, wie sich die eleganten Jäger von lästigen Parasiten befreien lassen.
In der Zeit von Juli bis Oktober hat man die Chance beim Schnorcheln die Buckelwale vor Moorea zu beobachten.
Tuamotu Archipel
Die 76 flachen, ringförmigen Korallenatolle des Tuamotu Archipel, mit den bekanntesten Tauchplätzen Polynesiens, Rangiroa und Fakarava, bieten das Beste und spektakulärste Tauchen in Polynesien. Getaucht wird hauptsächlich an den Steilwänden des Außenriffs oder in den strömungsreichen Passagen, den Verbindungen zwischen Meer und Lagunen. Um in den vollen Genuss dieser Tauchgänge zu gelangen, sollte man Erfahrung mit Strömungstauchen haben und auch schon einmal mit Haien getaucht sein. Das Außenriff ist meist mit schönen Hartkorallen bewachsen. Hier herrscht meist nur schwache Strömung, diese Plätze sind auch für Anfänger geeignet. Der Tiputa Pass hat unter Tauchern wegen seiner reißenden Strömung Kultstatus! Je nach Jahreszeit trifft man hier neben den vielen Grauhaien auch Schildkröten und riesige Fischschwärme, die sich hier ganzjährig aufhalten. Von Dezember bis Februar ist die Zeit der großen Hammerhaie, die Jagd machen auf die vielen Adlerrochen, die sich um diese Jahreszeit im Kanal paaren. Das ganze Jahr über kann man einzelne Mantas beobachten. Von Juni bis in den Februar hinein hat man die Chance, größere Gruppen von Tieren anzutreffen. Delfine trifft man mit etwas Glück das ganze Jahr über. Sind die Tiere zum Spielen aufgelegt, kommt es vor, dass sie die Taucher während des Tauchganges begleiten.Marquesas Island
Die 14 Inseln und zahlreichen kleinen Eilande sind die Gipfel einer aus der Tiefsee aufragenden Gebirgskette. Im Gegensatz zu anderen polynesischen Inseln fehlt das umgebende Saumriff völlig. Bei den felsigen Küsten, mit ihren zahlreichen Höhlen, Grotten und Steilwänden, findet man wegen dem Fehlen des Riffgürtels fast keine Korallen. In Nuku Hiva hat man die Möglichkeit in den Wintermonaten von Dezember bis März mit Melonenkopf-Delfinen zu Schnorcheln. Mantas und Hammerhaie gibt es das ganze Jahr über, wobei man die Mantas besser beim Schnorcheln als beim Tauchen beobachten kann. Die Sichtweiten sind bei weitem nicht so gut wie im Tuamotu Archipel. Das Tauchen auf den Marquesas ist nur sehr schlecht organisiert und man kann sich nicht wirklich darauf verlassen, dass die Tauchgänge durchgeführt werden. Eine gute Möglichkeit die Tauchplätze der Marquesas kennen zu lernen bietet die Aqua Tiki II auf einer der wenigen Exkursionen zu den Marquesas-Inseln. Man muss aber darauf hinweisen, dass es sich bei diesem Trip um eine Kombination aus Tauchen und Inselbesuchen handelt, wobei der Schwerpunkt auf den Landgängen liegt. Die Marquesas sind vom Tauchen her gesehen nicht ganz so interessant wie die Tuamotus oder Gesellschafts-Inseln.Austral-Inseln
Die Austral-Inseln bestehen aus 5 Inseln mit sanften Bergformen, zahllosen Grotten und unterirdischen Höhlensystemen, darunter die Insel Rurutu. Rurutu ist für seine Buckelwal-Begegnungen in der Zeit von Juli bis Oktober bekannt. Auf dem Weg in die Antarktis suchen die Buckelwale Ruhe für die Geburt und Pflege ihrer Babys vor der Insel. Es darf nur mit den Walen geschnorchelt werden. Die Tauchbasis, der Rai Manta Club, ist auch nur während der Walsaison geöffnet.Gambierinseln
Obwohl geographisch zum Tuamotu-Archipel gehörig, zeigen die Gambierinseln ein völlig anderes Landschaftsbild. Im Gegensatz zu den flachen Atollen der anderen Tuamotus bestehen die Gambierinseln aus vulkanischen Gesteinen, die von einem Saumriff umgeben sind, aus dem sich zahlreiche flache Motus, kleine Inseln, erheben. Es gibt auf den Gambierinseln keine Tauchbasen.UNSERE MEINUNG
Unserer Meinung nach ist Französisch-Polynesien einer der weltweit besten Plätze für spektakuläre Großfischtauchgänge. Wer aber spektakuläre Korallenformationen und bunte Riffe erwartet, ist in diesem Gebiet am falschen Platz.Tauchkreuzfahrten
Tauchkreuzfahrten sind sicherlich die angenehmste Art gute Tauchplätze zu besuchen. Die Schiffe sind Ihr schwimmendes Hotel, lange Anfahrtswege an die Tauchplätze entfallen. In kurzer Zeit können die besten Tauchplätze in einem relativ großen Gebiet besucht werden.
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